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1

Freitag, 20. März 2009, 13:52

Schwanger oder Krankheit??

Habe einen neuen Papageibarsch
:gaga:
der einen ziemlich dicken Bauch hat meine Frage nun ist Sie Schwanger
oder hat sie Bauchwassersucht oder ähnliches, was meint ihr
dazu???
Der Vorbesitzer meinte scheinschwanger???

:krank:

---bilder vom user selbst gelöscht---

:siggi: Thomas :siggi:

2

Freitag, 20. März 2009, 14:05

Hallo und moin Thomas, das sieht mir eher nach einer Laichverhärtung denn nach Bauchwassersucht aus... aber sehr ausgeprägt. Ich tät den erstmal separiereren und beobachten, langfristig hat er schlechte Karten, ich kann mir nicht vorstellen, daß er erfolgreich ablaicht und so wieder erschlankt. Oft gehen die betroffenen Tiere ein, das kommt nicht nur bei Parrots sondern bei vielen Fischen ab und an mal vor.

MfG Axel :axel:
Axel
___--------____ - Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.!

3

Samstag, 21. März 2009, 11:55

Moin Würde auch sagen das sieht wie die Bauchwassersucht aus kann man aber schwer sehen auf dein Bildern stelle doch noch ein paar rein aus anderen blick winkeln
Mann soll den Tag nicht vor den Abend Loben :fo:

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4

Samstag, 21. März 2009, 20:54






Mit anderen Bildern momentan schlecht
:drunter:

Wie lange ca. lebt/ überlebt ein Fisch mit Bauchwassersucht???

Es gibt doch auch Heilmittel gegen
Bauchwassersucht oder?

Hätte eSha 2000 da könnte das auch
Erfolge bringen?

Er/Sie lebt im Moment in Quarantäne!

:krank:


:siggi: Thomas :siggi:

5

Sonntag, 22. März 2009, 11:02

Wie Lange sie mit Bauchwassersucht überleben kann ich dir nicht sagen und EsHa 2000 ist gut für Verpilzung und deswegen glaube ich das es nicht geht solltest in einer Aquaristik mal morgen anfragen ob es Heilung giebt.

Viel glück und gute genesung.
Mann soll den Tag nicht vor den Abend Loben :fo:

Manta

Babyfisch

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6

Sonntag, 22. März 2009, 19:44

Hi,



ich habe dir hier mal einen Link rausgesucht. http://www.jameros.de/fischkrankheiten.htm#Bauchwassersucht lies ihn dir durch und handle danach. Ich wünsch dir viel Glück dabei.
liebe Grüße Sabine :krabbe:

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7

Sonntag, 22. März 2009, 20:53

So da der Papagei ja nun
in Quarantäne ist kann man ja so einiges ausprobieren, zum Wohl des
Tieres!
Habe im Wasser Erlenzapfen und einen geringen Salz
Gehalt.
Siehe da der Bauch ist deutlich zurück gegangen nicht
mehr dicker als der Kopf.
:-)

Werde weiter berichten ob er alles ohne Schäden überlebt.

Die
Hoffnung stirbt zuletzt!!!
:engel:
:siggi: Thomas :siggi:

8

Sonntag, 22. März 2009, 21:21

Wünsche dir viel Glück das du es schafst Möge die Genesung mit dir sein :bye:
Mann soll den Tag nicht vor den Abend Loben :fo:

Xellos

Crystal Red

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9

Montag, 23. März 2009, 18:15

Bin gespannt ob er es schaft... ich drück Dir die Daumen... Berichte mal ruhig weiter...
Mit besten Grüßen aus Hamburg bzw. Norderstedt :yeah:
Christian

Suum cuique ;-)

10

Montag, 23. März 2009, 23:56

Hallo und moin,

wo Dus schreibst, fällt es mir wie Schuppen von die Augen, der unterschiedliche osmotische Druck des Wassers kann dazu führen, daß Fische regelrecht "aufblähen", ist das alte Wasser von höherem osmotischen Druck als das in das der Fisch überwechselt, findet ein Ausgleich des o. Druckes zu schnell statt.

Der osmotische Druck hängt von den Konzentrationsverhältnissen der beiden Lösungen auf der jeweiligen Seite der Membran (in diesem Fall der Fischhaut) ab. Der osmotische Druck ist auf der Seite mit der höheren Konzentration gelöster Stoffe größer.

Sind die Differenzen von gelösten Stoffen wie zum Beispiel Nitrat, Karbonaten in dem Fisch, der plötzlich aus stark nitrathaltigen Aquariumwasser hoher Karbonathärte und GH n ein anderes , in dem das Wasser plötzlich leicht sauer, nitratarm und von niedriger GH (Dichte) ist,umgesetzt geschieht Folgendes:

Die Flüssigkeit außen hat das Bestreben, durch die Haut des Fisches einzudringen um den osmotischen Druck im Innern anzupassen und so auszugleichen. Wird nicht vor Umsetzen des Tieres ein Angleichen des neuen Aquarienwassers an das alte, aus dem der Fisch stammt durch den Pfleger vorgenommen, so kann es zu solchem Aufblähen kommen.

Mögen mich die Osmosespezis hier korrigieren, wenn mein laienhafter Erklärungsversuch fehlerhaft ist, das ist nicht mein Gebiet, Chemie ist nicht mein Ding...

Diiieeeetaaaa! Mach Du ma... :^^:

MfG :axel:
Axel
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Xellos

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11

Dienstag, 24. März 2009, 18:35

Ich habe zwar nur die hälfte verstanden als ich es zum ersten mal gelesen habe, aber es klingt HOCH interessant. Meine einzige frage die sich mir bei diesem endlos scheinenden satz interessiert ist: Kann man diesen Druck wieder herstellen bzw. geht die aufblähung wieder zurück? Wenn ja, was muss man genau machen?
Mit besten Grüßen aus Hamburg bzw. Norderstedt :yeah:
Christian

Suum cuique ;-)

12

Dienstag, 24. März 2009, 18:49

Hallo Christian, habs nochmal etwas übersichtlicher auszudrücken versucht.

:axel:
Axel
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Xellos

Crystal Red

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13

Dienstag, 24. März 2009, 19:06

Danke Axel. Hast auch noch ne Antwort auf lager ? :baby:
Mit besten Grüßen aus Hamburg bzw. Norderstedt :yeah:
Christian

Suum cuique ;-)

14

Dienstag, 24. März 2009, 20:44

Hallo Christian

Wenn es der osmotische Druck war, der zu dem Ereigniss geführt hat, ist die Antwort: Ja. Es ist jetzt aber noch zu Fragen: Hat der Fisch nicht dadurch schwere Schäden an seinen Organen und dem Wasserhaushalt bekommen, lautet die Antwort: sehr warscheinlich. Deshalb sollen ja alle Tiere LANGSAM an das neue Wasser angepasst werden. Tiere in einen Eimer und durch einen Luftschlauch mit Schlauchklemme oder Hahn tröpfchenweise Beckenwasser zugeben. Ich lasse immer das 10fache des Transportwassers zulaufen, ehe die Tiere umgesetzt werden. Bis jetzt, teuteu, noch keine Verluste gehabt.
Liebe Grüße
Gerhard :top:

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15

Dienstag, 24. März 2009, 22:30

Hi Axel,
ne da haste was falsch verstanden, der Fisch war schon so rund als er noch beim
Vorbesitzer im Becken schwamm!!!
Es war denke mal nur eine Leichverhärtung er schwimmt jetzt
mit den anderen Papageien zusammen
Bilder folgen bald.
:glück:

:siggi: Thomas :siggi:

16

Dienstag, 24. März 2009, 23:22

Hallo,

Diiieeeetaaaa! Mach Du ma...


Ok, will ich versuchen und zwar so genau wie nötig und so kurz wie möglich. Dazu fange ich mit einer Frage an:

Warum platzen reife Kirschen bei starkem Regen?

Was soll das, werdet Ihr sagen, Fische sind doch keine Kirschen. Ausserdem wachsen Fische nicht auf Bäumen.
Stimmt, aber trotzdem egal, das Prinzip bleibt sich gleich.

Also, die Kirschen platzen nicht durch den Druck des Wassertropfens, sondern durch einen osmotischen Vorgang.
Das Regenwasser mit geringer Osmolarität hat das Bestreben, durch eine semipermeable Membran (die Haut der Kirschen) in die Zellen (das Fleisch) der Kirschen, die hohe Osmolarität haben, einzudringen. Die Zellen quellen dadurch auf und platzen.

Daraus erkennt man ein Grundprinzip der Osmose: Die Flüssigkeit - hier das Wasser - will immer von der schwächeren in die stärkere Lösung wandern, (diffundieren) und ist bestrebt, einen Konzentrationsausgleich beider Flüssigkeiten herzustellen. Dabei diffundiert nur das (reine) Wasser, nicht aber die darin gelösten Ionen.

Nun zu den Fischen:

Die Körperflüssigkeit von Süsswasserfischen hat eine Dichte (keinen Druck) von etwa 300 Osmol, dies entspricht einem Wasser von ungefähr 250 Grad Härte.
Daraus erkennen wir, dass Süsswasserfische praktisch immer ein "Osmoseproblem" haben, ihre Körperflüssigkeit/das Blutplasma immer eine höhere Osmolarität hat als das den Fisch umgebende Wasser und die Tiere daher in der Lage sind, das Osmosegefälle auszugleichen. Fische haben eine Osmoseregulation (sonst würden sie - siehe Kirschen - ebenso platzen).

Diese Osmoseregulation wird durch die Kiemen, den Schlund und die Nieren ausgeübt. Die Nieren scheiden das aufgenommene Wasser wieder aus - richtig, die Fische pinkeln - und die Kiemen regulieren die Zahl der Chloridzellen.

Daraus ergibt sich zwingend der Schluss: Der o.a. Fisch hat alles mögliche, niemals jedoch ein Osmoseproblem.
Ein Süsswasserfisch kann in Süsswasser niemals aufgrund von Osmolarität aufquellen oder schrumpfen.

Das bedeutet aber nun natürlich nicht, dass neu gekaufte Fische nicht langsam an das künftige Wasser angepasst werden müssten, um ihnen die Osmoseregulation und die Adaption an andere Wasserparameter (PH, Nitrat, Nitrit etc.) zu erleichtern.

Bei Salzwasserfischen ist aber wieder alles anders und bei Fischen, die sowohl in Salz- wie auch Süsswasser leben können (z.B. Lachse) auch.

Verständnisfragen:
1. Was passiert, wenn wir einen Süsswasserfisch in Salzwasser werfen?
2. Was passiert, wenn wir einen Salzwasserfisch in Süsswasser werfen?

17

Mittwoch, 25. März 2009, 08:36

Guten Morgen ihr Lieben,

ich finde den Thread im Moment ganz spannend, Dieter hat eine schöne Erklärung abgeliefert. Bei Seewasserfischen läuft das ja im Gegenteil zu Süßwasserfischen genau umgekehrt ab.

Meerwasserfische müssen viel Salzwasser trinken, da sie sonst - man mag es kaum glauben im Wasser vertrocknen würden. Das liegt daran, dass der Salzgehalt in dem Körper der Meeresfische niedriger ist, als im Meerwasser selber und deshalb tritt ständig Flüssigkeit über die Haut aus. Ich weiß, dass Haifische das etwas anders machen und speichern salzhaltigen Harnstoff in den Zellen um ein Gleichgewischt zwischen ihrem Körper und dem Meerwasser herzustellen.

Jemand, der mal Haifleisch probiert hat, wird merken das deren Fleisch einen starken Eigengeschmack hat, grad wegen diesem Einlagern.

Gruß
Paolo

18

Mittwoch, 25. März 2009, 10:18

Danke Dieter, wenn Du dann "lieb" bist und so schöne Antworten und Erklärungen postest, könnt ich Dich ja knuddeln :lieb2: - ach, wärst Du doch immer so ... ;-)


MfG :axel:
Axel
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19

Mittwoch, 25. März 2009, 12:48

Hallo Axel,

ich bin nicht sicher, ob dieser kleine Seitenhieb nun nötig war.

20

Mittwoch, 25. März 2009, 19:01

Hallo Dieter, ich auch nicht- war nur ein liebevoller Kiecks, aber Du weißt sicher, wen ich hier als Mensch sehr schätze und wies gemeint ist. :^^:

MfG :axel:
Axel
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