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Dienstag, 1. Januar 2008, 15:14

Homoöpathie

Hallo zusammen,

immer wieder wird hier - und auch anderswo - von Krankheiten berichtet.
Die Diagnose sowie die Medikation sind oft schwierig und wer fährt schon mit einem kranken Platy zur tierärztlichen Hochschule.

In der Diskusszene wird von Erfolgen bei Atemproblemen, Kiemenschwellungen und Lochkrankheit durch homoöpathische Mittel - etwa Aconitum, Belladonna und Bryonia in Globuli-Form - berichtet.

Krankheitsbehandlungen nach homoöpathischen Grundsätzen funktioniert. Bei Mensch und Säugetieren, wieso eigentlich nicht auch bei Fischen?

Hat jemand Erfahrungen oder weiss etwas? Ich kenne leider keinen Homoöpathen und mein Freund, der Tierarzt, lacht sich über den "Blödsinn" scheckig.

Aber der ist auch Schulmediziner und daher allopathisch ausgebildet.

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Dienstag, 1. Januar 2008, 16:41

RE: Homoöpathie

Zitat

Original von Dieter
Hallo zusammen,

immer wieder wird hier - und auch anderswo - von Krankheiten berichtet.
Die Diagnose sowie die Medikation sind oft schwierig und wer fährt schon mit einem kranken Platy zur tierärztlichen Hochschule.

In der Diskusszene wird von Erfolgen bei Atemproblemen, Kiemenschwellungen und Lochkrankheit durch homoöpathische Mittel - etwa Aconitum, Belladonna und Bryonia in Globuli-Form - berichtet.

Krankheitsbehandlungen nach homoöpathischen Grundsätzen funktioniert. Bei Mensch und Säugetieren, wieso eigentlich nicht auch bei Fischen?

Hat jemand Erfahrungen oder weiss etwas? Ich kenne leider keinen Homoöpathen und mein Freund, der Tierarzt, lacht sich über den "Blödsinn" scheckig.

Aber der ist auch Schulmediziner und daher allopathisch ausgebildet.


Hallo,
bei der Verabreichung von Medikamenten so wie bei homöopathischen Mitteln wird doch in jedem Falle eine biochemische Reaktion beim Tier ausgelöst. Sicherlich ist die frei werdende Dosis bei homöopathischen Mitteln eine sanftere als bei Medikamenten aus der pharmazeutischen Industrie. In bestimmten Kräutern oder Extrakten kommen begleitende chemische Reaktionen beim Tier hinzu und so scheinen oder sind letztlich diese Naturheilmittel eben wegen der begleitenden Stoffe besser oder sogar wesendlich besser.
Konkrete Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln habe ich leider nicht anzubieten. Was ich aber in deren Nähe rücken möchte, ist das Präparat Coly von der Firma Preis.
Soweit ich mich erinnere beinhaltet dieses Produkt Auszüge aus der Pflanze Chrysantheme. Bitte berichtigt mich, wenn ich mich jetzt auf eine falsche Pflanzenangabe einschieße. Aber wie dem auch sei, kann dieses Präparat bei einem Befall von Darmparasiten in Anwendung gebracht werden, was letztendlich zur Bekämpfung der Lochkrankheit seine Wirksamkeit schon unter Beweis gestellt hat. Wobei man sich streiten kann ab die Lochkrankheit eine eigenständige Krankheit im Sinne von Krankheit überhaupt ist. Es gibt da sehr viel widersprüchliche Ansichten was die Definition betrifft.
Ähnliche heilende Wirkung wir dem Bananenblatt zu geschrieben. Eine bestimmte Menge von einem Bananenblatt soll wohl schon totgesagte Diskusfische wieder ins Leben zurück geholt haben. Wobei dies wohl im übertragenen Sinne zu verstehen ist.
Es ist immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit ob man sich als Veterinär überhaupt mit dieser medizinischen Richtung befassen sollte. Das ist generell bei der Gattung Fisch fraglich. Wirtschaftliche Sichten haben da den Vorrang.
Viele Grüße
Rudi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Symphysodon« (1. Januar 2008, 16:54)


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Dienstag, 1. Januar 2008, 17:07

Hallo Rudi, hallo Dieter,

von Homöopathie bei Fischen hab ich ehrlich gesagt noch nie was gehört :scratch:

Nur zur Klarstellung möchte ich allerdings mal darauf hinweisen, dass pflanzliche Mittel nicht gleichzusetzen mit homöopathischen Mitteln sind. Somit kann also auch nicht von einer "milderen" Dosis oder von "Begleitstoffen", wie sie in pflanzlichen Mitteln vorkommen, geredet werden.

Die Homöopathie beruht meines Wissens auf dem Prinzip der "Potenzierung", wobei der ursprüngliche Wirkstoff mit jeder Potenz stärker verdünnt wird, bis er schließlich im Endprodukt gar nicht mehr nachweisbar ist. Die Verdünnung erfolgt soweit ich weiß im Allgemeinen entweder im flüssigen Zustand (mit Alkohol) bzw. im festen Zustand zu sogenannten Globuli (mit Stärke bzw. Traubenzucker).

Ich persönlich finde ja immer, Homöopathie ist eine Frage des Glaubens :-) womit natürlich eine Anwendung beim Tier theoretisch ausscheidet :^^: :D
Dieter, ich fürchte, nach reiflicher Überlegung würde ich mich dann doch dem Gelächter deines Freundes anschließen ;-) - ich hab's auch mehr mit der Logik und der herkömmlichen Wissenschaft als mit Glaubensfragen :shutup:

LG Alex
"Wer versucht, etwas absolut Idiotensicheres zu entwickeln, verkennt den Einfallsreichtum eines absoluten Idioten."


Sonnige Grüße von den Sauerländern
Stefan und
:bigfoot: Alexandra

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Dienstag, 1. Januar 2008, 17:51

Hallo zusammen,

ich hab mich auch viele Jahre mit der Homoöpathie schwergetan. Allerdings habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie Pferde mit chronischer Bronchitis und dauerndem Husten mittels homoöpathischer Mittel nicht gerade geheilt, aber deren Leiden deutlich vermindert werden konnte.
Vor vielen Jahren hatten wir mal ein Pferd bei uns, das infolge starker Arthrose ständig lahmte und kaum noch laufen wollte.
Nach Verarbreichung eines homoöpathischen Mittels aus sog. Hekla-Lava konnte der deutlich besser laufen und die Lahmheit war fast verschwunden. Hekla ist ein Vulkan in Island und es ist beobachtet worden, dass Schafe, die in der Nähe dieses Vulkans weiden, starke Exostosen an den Knochen aufweisen.

Der Grundsatz der H. lautet ja: Ähnliches mit Ähnlichem Heilen.

Also ich würde die Wirksamkeit der H. - auch bei Fischen - nicht soweit wegschieben.

Das Problem ist ja auch, dass H. oft nur dann zur Anwendung kommt, wenn schulmedizinisch schon austherapiert ist.

Mein Freund murmelt immer - wenn ihm austherapierte Tiere vorgestellt werden, denen aber mit H. geholfen wurde - was von Spontanheilung und so und wechselt dann schnell das Thema :D.

Warten wir mal ab, vielleicht kommt ja noch was. Die Diskussionb wird auf jeden Fall spannend.
Der Grundsatz der H. lautet jas

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Dienstag, 1. Januar 2008, 19:16

Hallo Axel,
ohne auf unser beider Beiträge einzugehen, verweise ich mal auf Wikipedia.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie

@ Dieter,
ich denke, nicht nur wenn die Schulmedizien versagt, sollte die Homöopatie der rettende Anker sein. Die modernen Menschen verlassen sich viel zu sehr auf Nachvollziehbares. Alles was nicht so ohne weiteres erklärbar ist, wird als dummes Zeug abgetan. Gelegentlich werde ich mich mal mit einer angehenden Homöopatin ins Gespräch kommen und dieses Thema anschneiden. Das kann aber noch dauern.
Viele Grüße
Rudi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Symphysodon« (1. Januar 2008, 19:23)